Menschen Anfang

Über uns

André

Im August 1974, erblickte ich das Licht der Welt in Hamburg. Seitdem ist diese schöne Stadt für mich das Zentrum der Welt. Vom Abitur über meine handwerkliche Lehre bis zu meinem derzeitigen Studium blieb ich mit der Hansestadt fest verwurzelt. SM begann für mich mit dem Entschluss, in die Szene einzutauchen, und mit SM hab ich mich sehr verändert.
Jahrelang war ich ein ziemlich klarer Kopfmensch, Beziehungen waren mir zu zeitraubend, Gefühle wurden, in netten Packchen verschnürt, tief in mir verstaut… und ich war fast glücklich. Durch SM wurde meine gesamte alte Ordnung auf den Kopf gestellt, ich hab mich in kurzer Zeit zwei mal hoffnungslos verliebt, ich hab tief getrauert, als die Beziehungen auseinander brachen, ich hab angefangen romantische Sachen zu schreiben, entdeckte in mir eine Tiefe an Empfindungen, fing an mich Selbst zu finden… ich fing an zu leben.
Im Schlagwerk zu arbeiten heißt für mich, die Szene lebendig zu halten, etwas zurück zu geben. Besonders der Smalltalk reizt mich, denn es ist schön zu sehen, wie ein Mensch die Ketten zu seiner Lust und Leidenschaft sprengt, wie er einen verdrängten oder auch verborgenen Teil in sich selbst findet. Denn ich weiß, was diese Freiheit für mich bedeutet.

 

Britta

Geboren wurde ich 1957 in einer Kleinstadt in Schleswig-Holstein.
Nach den ersten Phantasien in meiner Kindheit fiel mir in der Pubertät das Buch "Die Geschichte der 'O'" in die Hände, das ich begeistert verschlang. Das "Kind" hatte einen Namen bekommen und einige Szenen aus diesem Buch blieben für immer in meinem Gedächtnis haften. Im Alter von 21 Jahren zog ich nach Hamburg. Eine Freundin und ich entdeckten gemeinsam, daß unsere sexuellen Neigungen sehr ähnlich waren. Ich war nicht mehr allein mit meinen andersartigen Phantasien und konnte endlich mit jemanden darüber reden. Nach diversen mißlungenen Versuchen, über Anzeigen in Stadtmagazinen einen geeigneten Partner für mich ausfindig zu machen, versuchte ich schließlich, Männer, die ich auf "normalem" Wege kennen lernte, für meine sexuellen Wünsche zu erwärmen. So machte ich dann zwar erste Erfahrungen in dieser Richtung, aber wirklich mit mir auf eine Beziehung einlassen wollte sich im Endeffekt niemand.
Als ich dann einen angeblichen SMer real kennen lernte, von dem ich - OHNE mein Einverständnis - fast vergewaltigt wurde, schob ich das Thema zunächst wieder weit von mir und lernte daraufhin einen Mann kennen, mit dem ich 15 Jahre lang SM-los lebte. Nach unserer Trennung vor knapp vier Jahren (der Grund war nicht allein unsere unterschiedliche sexuelle Ausrichtung) kramte ich das Thema wieder aus einer Ecke meiner Phantasie-Welt hervor und entdeckte die Hamburger SM-Szene, in der ich mich auch heute immer noch gern bewege.
Inzwischen stehe ich Menschen, die diese Veranlagung in sich spüren, gern mit Antworten aus meinem eigenen Erfahrungsschatz zur Verfügung ...

 

Regine

An einem der letzten Novembertage des Jahres 1956 kam ich im südöstlichsten Zipfel von Nordrhein-Westphalen zur Welt. Zu dieser Zeit herrschte in Deutschland noch das Gesetz der sogenannten "Wohnraumbewirtschaftung", was bedeutete, daß ich, obwohl meine Eltern miteinander verheiratet waren, in der Wohnung meiner Großmutter zur Welt kam. Hausgeburten waren damals der Regelfall, Geburten in Krankenhäusern waren Problemschwangerschaften vorbehalten - jedenfalls in ländlichen Gebieten. Und da, wo ich geboren wurde, war es verdammt ländlich! Erst nach dem Ereignis meiner Geburt wurde der Familie von Amts wegen eine eigene Wohnung zugestanden.
Der Versuch, mich zu einem angepaßten Menschen zu erziehen, scheiterte kläglich. Und je mehr man sich darum bemühte, umso mehr widersetzte ich mich den Bemühungen, so zu sein oder zu werden wie die anderen.
Ich begann Bücher zu lesen, die mir immer wieder entzogen und vor mir versteckt wurden, ohne daß mir schlüssig erklärt wurde, warum ich sie nicht lesen durfte. Das machte sie natürlich umso interessanter, und ich spürte sie auch immer wieder auf. Was ich darin las, bedeutete für mich zunächst nur Faszination. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keineswegs den Schlüssel zum SM entdeckt.
Im Verlaufe meines Erwachsenwerdens wurde mir zunehmend klar, daß ich im spießigen Umfeld einer dörflichen Gemeinschaft niemals würde glücklich werden können. Also verließ ich nach Abschluß meiner Berufsausbildung diese für meine Zwecke so ungeeignete Gegend, noch immer nicht ganz im klaren darüber, welche Zwecke ich denn verfolgen wollte, und kam auf diese Weise nach Norddeutschland, zunächst nach Sylt und ein Jahr später nach Hamburg, wo ich seit Ende 1978 lebe, und mich endlich wohl fühle.
Hier kam ich zum ersten Mal mit Menschen in Kontakt, die meine - inzwischen auch von mir erkannte - Neigung teilten. Ein Hochglanz-SM-Magazin überzeugte mich endgültig davon, daß ich mit meinen Vorstellungen und Wünschen nicht allein stehe. Denn wenn etwas keine Abnehmer hat, wird es auch nicht hergestellt.
Ich lernte weitere Menschen mit korrespondierenden Vorstellungen kennen und bin inzwischen mitten in der Hamburger SM-Szene u.a. auch damit beschäftigt, anderen, denen es heute genauso oder ähnlich geht, wie es mir seinerzeit ergangen ist, dabei zu helfen, der Verwirklichung ihrer Wünsche näher zu kommen.

Regine

 

Katja

Im Jahre 1976 in einem Hamburger-Vorort geboren habe ich meine Neigung zum BDSM bereits recht früh gespürt. Erst unbewußt, dann jedoch sehr bewußt mit meinem ersten Freund und der damit verbundenen Entdeckung meiner Sexualität. Die Gedanken des "bist Du unnormal?" habe ich recht schnell hinter mir lassen können, indem ich mir bewußt machte, daß ich ja nur Dinge tue, die mir und meinem Partner Lust bereiten. Zu diesem Zeitpunkt war die Informationsmöglichkeit über Internet, Vereine o.ä. noch nicht so gegeben wie heute. Ich hatte das große Glück, in den folgenden Jahren immer Beziehungen führen zu können, in denen ich meinen jeweiligen Partner für meine Neigungen begeistern konnte. So lebte ich viele Jahre glücklich "mein SM" in der Zweisamkeit aus, ohne zu wissen, was es da noch alles gibt.
Vor einiger Zeit, während meiner bewußten Singlephase und der damit verbundenen Neugierde auf mehr, bin ich auf das Schlagwerk gestoßen. Ich war sofort fasziniert vom SMalltalk und dem Chill out, bei denen ich mich mit Gleich- u. Ähnlichgesinnten in tollen Gesprächen austauschen konnte - dieses war mir bis dato ja nur mit meinem jeweiligen Partner möglich gewesen. Durch diese Gespräche, Partybesuche und neue Freundschaften habe ich mich noch mehr zu meinem ICH entwickeln können. SM ist für mich eine wundervolle Spielart des Sex und das Ausleben eine Bereicherung für mein Leben. Da ich mich in dem Kreise der BDSMer sehr wohlfühle und vorallem Neulingen den Einstieg in diese Welt erleichtern möchte, engangiere ich mich nun im Schlagwerk und insbesondere beim SMalltalk.

 


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Kontakt Last updated: 11.07.2007